Aschenbecher

von Andreas Garitz

Aschenbecher waren Werbeobjekte und Symbole einer etablierten Raucherkultur. Besonders in Gaststätten fand man große und auffallende Exemplare, aber auch gerne in Büros oder Firmen, wo es um Produktwerbung oder die Darstellung des eigenen Betriebes ging.

Exponate

Aschenbecher Sechsämtertropfen

Aschenbecher, Porzellan, Porzellanfabrik Fischer & Co., Osslau bei Coburg, 12cm Durchmesser. Der Aschenbecher diente als Werbeträger für den erstmals 1895 verkauften Kräuterlikör „Sechsämtertropfen“, der in Wunsiedel hergestellt wurde. Der Name des Getränks bezieht sich auf die sechs historischen Verwaltungsbezirke rund um die Stadt Wunsiedel – das Sechsämterland, das in seiner Ausdehnung etwa dem heutigen Landkreis Wunsiedel entspricht. Vermutlich war er einmal in einer Gaststätte in Gebrauch.

Aschenbecher Venedig

Handaschenbecher mit Motiv „Venedig“, um 1960, Privatbesitz München. Dieser Aschenbecher wurde während einer Cocktail-Party oder eines Stehempfangs lässig in der Hand gehalten. So konnte der Raucher wo er stand und ging abaschen. Das Motiv des Handaschenbechers zeigt eine Gondel bei der Rialto-Brücke in Venedig und verweist damit auf Italien im allgemeinen und Venedig im besonderen als touristische Sehnsuchtsorte der Deutschen in den 1950er und 60er Jahren.